St. Gallen: Mekka der Management-Ausbildung
Seit den frühen 70er Jahren entwickelte sich St.Gallen kontinuierlich
zum Zentrum moderner Management-Ausbildung. Unter der Ägide
des 1997 verstorbenen Professors Dr. Hans Ulrich wurde schon früh
der Stellenwert einer ganzheitlichen, integrierten Unternehmensführung
erkannt. Der Ansatz des St.Galler Management-Modells, welches der
Praxis eine pragmatische Orientierungs- und Anwendungshilfe bietet,
ist heute international ebenso anerkannt wie populär. Das Denken
zahlreicher heute tätiger Manager ist davon nachhaltig beeinflusst.
Mehr denn je findet der St.Galler Ansatz in der Praxis heute Anhänger.
Eindimensionale Führung ist "out", ganzheitliche
Unternehmenssteuerung "in". Denn was nützt es, wenn
die Mitarbeiter hoch motiviert sind, aber die strategische Stossrichtung
des Unternehmens nicht stimmt? Was bringt die Einführung eines
Zielsetzungs- und Qualifikationssystems, wenn Überkomplexität
und träge Strukturen jede Eigeninitiative im Keim ersticken?
Wohin führen Pioniergeist und Tatendrang, wenn die nötigen
Führungssysteme fehlen, um das Unternehmen unter Kontrolle
zu halten? Bewusst vermittelt der St.Galler Ansatz allerdings keine
Rezepte oder einfache Patentlösungen. Vielmehr bietet er einen
Gestaltungsrahmen (Prof. Ulrich: "ein Leerstellengerüst
für Sinnvolles") mit dem Führungskräfte dank
besserer Kenntnis der Gesamtzusammenhänge Probleme selbst identifizieren
und mögliche Lösungen finden können.
Management Valley St. Gallen
Trägerin der konzeptionellen Weiterentwicklung des St.Galler
Management-Ansatzes ist die Universität St.Gallen (HSG). In
Fachkreisen gilt sie als eine der besten studentischen Ausbildungsstätten
für Betriebswirtschaft im europäischen Raum. Ihre in Führungskräfte-Umfragen
immer wieder bestätigte Führungsrolle verdankt sie einerseits
dem oben beschriebenen ganzheitlichen St.Galler Management-Modell,
welches unter Prof. em. Dr. Knut Bleicher zu einem immer umfassenderen
Konzept weiterentwickelt wurde und der hohen Praxisorientierung
ihrer Ausbildung. Andererseits zahlreichen privatwirtschaftlich
organisierten Institutionen, welche es mit grossem Erfolg verstanden
haben, den St.Galler Management-Ansatz in Form von Seminaren, Management-Programmen
und Unternehmensberatungsleistungen international praxisgerecht
umzusetzen und bekanntzumachen.
Dem visionären Geist von Herrn Professor Dr. Hans Ulrich ist
es nämlich zu verdanken, dass schon vor über 15 Jahren
begonnen wurde, Management Weiterbildung und Management Consulting
zunehmend aus der Universität St.Gallen in Form von privatrechlich-organisierten
Spin-offs auszugliedern. Die Universität St.Gallen verdeutlicht
damit nicht nur mit Stolz Ihre wichtige Rolle für den Kanton
als Impulsgeber für Unternehmensgründungen, sondern auch
als beträchtlicher Wissenslieferant für die Region*.
Zu den grössten dieser privatrechtlich organisierten Institutionen,
welche nicht vom Staat subventioniert werden, gehören u.a.
als Seminarveranstalter:
- die Business School St.Gallen (www.sgbs.com, Leitung: Dr. C.
Abegglen) mit ihrer Tochterinstitution Management Academy St.Gallen
(www.management-academy.ch),
- das IFJ Institut für Jungunternehmer (www.ifj.ch, Leitung:
B. Schillig),
- die KS Graduate Business School mit MBA-Programmen, (www.kaderschule.ch,
Leitung E. Kern),
- das MZSG Management Zentrum St.Gallen (www.mzsg.ch, Leitung: M.
Bösch),
- das SGMI St.Galler Management Institut (www.sgmi.ch, Leitung:
R. Guntern),
- das SMP St.Galler Management Programm (www.smp.ch, Leitung: C.
Keller).
Zu den bekannten Beratungsgesellschaften zählen u.a.:
- die BSG Unternehmensberatung (www.bsg.ch),
- das CZSG Controller Zentrum St.Gallen (www.czsg.ch),
- die MAB Consulting St.Gallen (www.mab.ch),
- das MZSG Management-Zentrum St.Gallen (www.mzsg.ch),
- die (ehmalige, von Mercer übernommene) SCG St.Gallen Consulting
Group (www.scg.ch) und
- die VMP Management Partner St.Gallen (www.vmp.ch).
Nicht genannt sind hier zahlreiche weitere, hochqualifizierte Einzelunternehmensberater,
Beratungsteams sowie renommierte kleinere Anbieter, die zum Teil
mit obenstehenden Institutionen eng zusammenarbeiten. Ebenfalls
nicht aufgeführt ist der höchst erfolgreiche HSG-Spin-off
IMG von Prof. Gutzwiller und Prof. Oesterle im Bereich der Informatik.
St.Gallen ist durch die Vielzahl dieser Seminar- und Beratungsgesellschaften
zu einem eigentlichen Mekka der Management-Ausbildung und in Anlehnung
an das Silicon Valley - wie von Prof. Ulrich vorausgesehen und postuliert
- zu einem Consulting bzw. Management Valley der Schweiz mit entsprechend
grosser volkwirtschaftlicher Bedeutung für die ganze Region
geworden.
Letztlich erklärt sich der Erfolg der "Marke St.Gallen"
aber nur mit dem bewusst von Ulrich ausgelöstem Wettbewerb
zwischen den Anbietern im Valley: Streben nach maximaler Qualität,
Kundenorientierung und Kundenzufriedenheit war die Folge. Indem
Ulrich in seiner Weitsicht das Verwertungsrecht des St.Galler Modells
nämlich nicht einer Institution exklusiv zusprach oder gar
für sich persönlich beanspruchte, verbreitete sich sein
Gedankengut europaweit sehr rasch. So konnte es von vielen Institutionen,
Beratern und Unternehmen laufend an der betrieblichen Realität
gemessen und dadurch optimiert werden. Damit zeigt sich sehr deutlich,
dass herausragende Qualität nur in einer Wettbewerbssituation
gedeiht. Tausende von begeisterten und zufriedenen Führungskräften
tragen den Namen St.Gallen somit noch heute in alle Welt hinaus.
Dies führt zu einer optimalen Symbiose von privaten Business
Schools, staatlicher Universität, Consultants und St.Gallen
mit für alle Seiten positiven Effekten.
Insgesamt werden zur Zeit von den St.Galler Institutionen schätzungsweise
über 120 verschiedene Seminartypen angeboten, von denen die
meisten jährlich mehrmals durchgeführt werden. Jedes Jahr
besuchen wahrscheinlich gegen 10'000 Führungskräfte -
sehr viele davon aus Deutschland und Österreich - die meist
mehrtägigen Veranstaltungen und Lehrgänge. Diese Weiterbildungskurse
werden zum einen in St.Gallen, zum andern in geeigneten Seminarhotels
in der ganzen Schweiz und im grenznahen Ausland durchgeführt.
Im letzten Jahr zeigte sich im übrigen wiederum klar, dass
qualifizierte Managementausbildung und hochkarätige, umsetzungsorientiertes
Consulting konjunkturunabhängig ist: Die meisten St.Galler
Seminaranbieter und Consultants konnten ihre Stellung im deutsch-sprachigen
Raum - entgegen der allgemeinen Branchenentwicklung - weiter ausbauen.
Insbesondere die Business School St.Gallen ist in den letzten Jahren
aufgrund ihres Qualitätsanspruchs rasant gewachsen und zählt
heute zu den grössten Seminaranbietern für das Management
im deutschsprachigen Raum überhaupt.
Das St. Galler Seminarangebot
Im Bewusstsein, dass die Ressource Humankapital der entscheidende
Standortvorteil unserer Volkswirtschaften ist, haben viele schlank
gewordene Unternehmen heute eine Bildungsoffensive eingeleitet.
Die einzelnen Zielgruppen haben dabei differenzierte Bedürfnisse:
Oberste Führungskräfte wollen eigene Führungskonzepte
anhand neuester Management-Erkenntnisse kritisch hinterfragen; zur
Beförderung vorgesehene Führungskräfte suchen eine
kompakte Weiterbildung in ganzheitlichen, alle wesentlichen Aspekte
umfassendem General Management; Spezialisten wollen ihren Wissenshorizont
erweitern; Nachwuchs-Führungskräfte bauen sich das Wissen
um Instrumente und Zusammenhänge operativer Führung auf.
Diesen unterschiedlichen Ansprüchen einzelner Zielgruppen werden
die St.Galler Seminaranbieter durch ein differenziertes Angebot
an aufeinander abgestimmten, offenen Seminaren und längeren
Lehrgängen gerecht. Zu den wesentlichen Seminarkategorien gehören:
Executive Seminare:
Seminare für obere und oberste Führungskräfte.
Junior Seminare:
Seminare für Nachwuchsführungskräfte.
Funktionale Seminare:
Seminare für Führungskräfte, Spezialisten und Stabsmitarbeiter,
die sich in den Bereichen Finanzen, Marketing, Strategie, Führungsverhalten
u.a.m. weiterbilden wollen.
Ein stark wachsendes Tätigkeitsgebiet ist zudem die innerbetriebliche
Ausbildung. Die Nachfrage nach massgeschneiderten Seminaren und
Workshops, individuell auf Kundenwünsche ausgerichteten Lehrgängen
und Entwicklungsprojekten ist gerade im deutschsprachigen Raum stark
steigend. Deshalb konzentrieren sich z.B. seit längerem die
Inhouse-Bereiche von SMP und SGMI auf diese Geschäftstätigkeit.
Der besondere Ehrgeiz der St. Galler Seminaranbieter besteht darin,
den hochkarätigen Teilnehmerinnen und Teilnehmern neueste Erkenntnisse
aus Forschung und Lehre in sehr praxisgerechter und somit griffiger,
umsetzbarer Form zu vermitteln. Erfahrungsaustausch, Training anhand
von realen Situationen, Erlernen konkreter Managementtools und -methoden
sollen einen hohen Umsetzungseffekt ermöglichen. Der bewusste
Verzicht auf theoretische, studentische Ausbildungskonzepte hat
z.B. im Verlauf der Jahre bei der Business School St.Gallen zum
Aufbau eines höchst praxisorientierten Trainerpools geführt,
welcher aus ca. 90 eigenen und freien Dozenten besteht, die sich
als solide Praktiker, "Manager auf Zeit" und Unternehmensberater
einen Namen geschaffen haben; sich aber ausschliesslich auf die
inhaltliche Optimierung ihres Fachgebietes konzentrieren und sich
auf keinen Fall als "Stars" oder "Gurus" betrachten:
"Marketing in eigener Sache ist out - resultatorientiertes
Wirken im Hintergrund in".
Sie verstehen sich auch als Mittler zwischen betriebswirtschaftlicher
Forschung und unternehmerischer Praxis. So werden z.B. im Forschungsverbund
St.Gallen unter der Leitung von Prof. em. Dr. Emil Brauchlin neueste
innovative Konzepte und Methoden der Unternehmensführung entwickelt,
kritisch hinterfragt und auf ihre Praxistauglichkeit hin überprüft
und neuerdings insbesondere im (gemeinnützigen) Verlag Business
Books & Tools St.Gallen publiziert. Das daraus vermittelbare,
erlernbare und trainierbare Wissen soll Führungskräfte
befähigen, ihre eigene Managementleistung zu optimieren.
*) Gemäss HSG-Studien aus dem Jahr 2001 haben in den letzten
10 Jahren rund 850 Absolventen der Universität insgesamt ca.
1500 erfolgreiche Firmengründungen getätigt. Ueber 10%
dieser Gründer(innen) haben ein "echtes Spin-off"
gegründet, sich also unmittelbar während oder nach dem
Studium oder aus Ihrem Beschäftigungsverhältnis an der
HSG heraus, selbständig gemacht. Quellen: Fischer G., Wilhelm
B. Studie des IDT-HSG, 2001.
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